Die Corona-Pandemie und neue Bücher

Das Buchcover zum Regionalkrimi »Bittere Mirabellen«. Leider schlummert das Manuskript noch.

Die Zeiten sind gerade für kleine Verlage und Verlegerinnen wie mich besonders schwierig. Ich habe nur ein kleines Werbebudget. Bücher über Lesungen zu vermarkten, ist derzeit wegen der Einschränkungen nicht möglich. Online-Lesungen bringen nicht den gewünschten Erfolg. Dennoch möchte ich drei neue Projekte umsetzen, die ich in der Pipeline habe. Der Staat hat Hilfen für Einzelunternehmer versprochen. Meine Steuerberaterin macht mir Mut und sagt, dass ich Anspruch auf Unterstützung habe. Sie als Fachfrau muss sich durch den Dschungel von Verordnungen und Anträge kämpfen. Was soll ich dazu sagen? Ich habe schon gar keine Ahnung und stehe auf dem Schlauch, wenn ich mich durch seitenlange Erklärungen in Behördensprache kämpfen muss. Die Hoffnung gebe ich aber trotzdem nicht auf und verlasse mich auf meine Steuerberaterin.

Mit meinem Roman komme ich nicht voran. Einen Großteil musste ich umschreiben und den aktuellen Ereignissen anpassen. Derzeit fühle ich mich wie gelähmt. Mein Vater starb im Januar, was mich sehr belastet. Die Trauerarbeit ist noch lange nicht abgeschlossen. Das beeinflusst meine Kreativität. Dazu kommt die Unsicherheit, wie es mit Corona weitergeht.

Lesefreude in Zeiten der Corona-Pandemie

Vorlesen ist Kino im Kopf
Kinder lieben es, Bücher zu betrachten und vorgelesen zu bekommen.

Spätestens seit dem 15. März 2020 haben die Menschen in der Bundesrepublik Deutschland unter der Folgen der Corona-Pandemie zu leiden. Die sozialen Kontakte sind eingeschränkt, die erste Infektionswelle mit dem Virus SARS-Cov-2 führte zum harten Lockdown, der erst allmählich gelockert wurde. Ende Oktober 2020 wurden wir mit der zweiten Welle überschwemmt, was zu einem Teil-Lockdown für den ganzen Monat November führte.

Lesefreude erhöht die Lebensqualität – Vorlesen das Bildungsniveau
Die Einschränkungen der sozialen Kontakte, die Schließung von Theatern und Restaurants tragen zur Minderung der Lebensqualität bei, da beißt die Maus kein‘ Faden ab. Soziale Medien, Chats über Skype oder andere Anbieter von Video-Streams sind nur ein schwacher Ersatz. Wie wäre es denn damit, wieder ein Buch in die Hand zu nehmen und die Lesefreude anzukurbeln? Lesen ist Kino im Kopf. Das trifft nicht nur auf Erwachsene zu, sondern gerade auch für Kinder. Es ist erwiesen, dass die Lesefreude bei kleinen Kindern durch Vorlesen geweckt wird. Sie haben es deutlich leichter im Leben, sich zu behaupten und ein hohes Bildungsniveau zu erreichen.