Geschichten und Sprüche

Derzeit reifen die Mirabellen, in der Natur noch nicht so recht, als Regionalkrimi leider auch sehr langsam. Nach »Saure Äpfel« sollte der Roman »Bittere Mirabellen« eigentlich schon im letzten Herbst folgen. Aber wie es im Leben so ist, klappt nicht immer alles so, wie man sich es vornimmt. Es kamen Schicksalsschläge dazwischen, dann folgte auch noch eine Schreibblockade. Die hat sich jetzt aufgelöst und die Geschichte nimmt Fahrt auf.
Als kleines Trostpflästerchen biete ich zwei Kindle E-Books zu 99 Cent an, in denen ich Sprüche und Geschichten veröffentlicht habe.

Schöne Texte und flotte Sprüche: für (fast) jeden Anlass und
Das kleine Glück: 10 Geschichten übers Marmeladenglück

Ich überlege, ob ich sie auch drucken lassen soll. Als kleine Geschenke sind sie gut geeignet.
Zum Lesen benötigt man keinen Kindle E-Book Reader. Es gibt eine App zum kostenlosen Herunterladen mit der die Texte auf dem PC, auf dem Smartphone oder dem Tablet gelesen werden können.

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Lesung im Obernburger Wirtshaus in heimeliger Atmosphäre

Kuschelige Atmosphäre im Obernburger Wirtshaus bei meiner Lesung von amüsanten Kurzgeschichten. Foto: Miriam Weitz

Die Lesung am Montag, 27. November im schön dekorierten Wirtshaus in Obernburg war richtig kuschelig. Klein, aber fein. Neben amüsanten Kurzgeschichten aus dem Buch »Glücksmomente in Gelee und Konfitüre« las ich auch noch ein kurzes Kapitel aus »Saure Äpfel«, die Passage, in der beschrieben wird, wie sich der ermittelnde Hauptkommissar im Aschaffenburger »Schlappeseppel« dem Suff hingibt und meine Katzengedichte, z. B. »Ode an meine Katze«.
Es ist klar, dass am Montagnachmittag viele Interessierte noch arbeiten müssen. Diejenigen, die da waren, haben es jedenfalls genossen – und ich auch! Aber Vielleicht bietet sich im neuen Jahr eine Gelegenheit, dies am späteren Nachmittag nachzuholen. In einer Art »After-Work-Lesung«, bei der man ins Gespräch kommt und in einen entspannten Abend gleitet.

Ohne Brille bin ich aufgeschmissen!

Liebe Gäste, die ich zum Teil schon lange nicht mehr gesehen habe, waren gekommen. Hier einige Bildimpressionen von dem schönen Nachmittag im Wirtshaus:

Die bitteren Mirabellen müssen noch reifen

Das Buchcover zum Regionalkrimi »Bittere Mirabellen«

Leider dauert es noch, bis der zweite Regionalkrimi von mir auf den Buchmarkt geworfen wird. Eigentlich sollte er noch vor Weihnachten erscheinen. Aber das schaffe ich nicht. Zu viele Ereignisse und berufliche Verpflichtungen haben mich blockiert. Aber gerne stelle ich eine kurze Leseprobe zur Verfügung.

Ein ungewöhnlich milder Tag neigte sich dem Ende zu. Es war Anfang April. Die Temperaturanzeige in seinem Wagen hatte zwanzig Grad plus angezeigt, als er ihn an der Spitzkehre geparkt hatte, um auszusteigen und bei einem Spaziergang durch den Mirabellenhain frische Luft zu schnappen. Noch eine Woche zuvor hatte er es nicht gewagt, ohne Handschuhe und ohne Kopfbedeckung das Haus zu verlassen, so kalt war es gewesen. Wochenlang Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt. Ihm kam es so vor, dass im Herbst die Tage wärmer waren als im Hochsommer, der Winter Kapriolen schlug, mal bitterkalt, mal föhnig mild.
Empfand nur er so, oder hatten sich die Jahreszeiten mittlerweile verschoben? Im September und Oktober wochenlang Temperaturen weit über fünfundzwanzig Grad, das war doch nicht normal! Dafür knackige Kälte im Mai und Juni, wo man sich allgemein nach lauen Frühlingslüftchen sehnte. Ostern im Schnee, das hatte es zwar früher schon gegeben, aber seit einigen Jahren war dies zur Regel geworden. Für ihn war klar, dass dies dem Klimawandel geschuldet ist. Ein bitterer Geschmack stieg ihm in die Kehle, als er in diesem Zusammenhang darüber nachdachte, wie sich die Politik in den USA nach Barak Obama entwickelt hatte. Mit einem Federstrich, einem lapidaren Wegwischen, hatte Donald Trump erklärt, dass es keine Klimakatastrophe gibt und alle Maßnahmen gestoppt, die der zunehmenden Erderwärmung entgegenwirken. Schon kurz nach seinem Amtsantritt hatte er angeordnet, zwei umstrittene Pipeline-Projekte weiter zu führen.
Er konnte immer noch nicht verstehen, was die Wähler in den Vereinigten Staaten geritten hatte, diesen total durchgeknallten Deppen zu wählen. Durchgeknallt, dumm und gefährlich! Es war zwar nur ein Gerücht, eigentlich eine Satire, die er gelesen hatte. Aber er konnte sich gut vorstellen, dass Trump in der Nacht mit einem Bademantel überm Seidenpyjama und einem Atom-Köfferchen mit dem Nuklearcode in der Hand durch die Räume des Weißen Hauses tigert, um sich an der Macht über siebentausend Atomsprengköpfe zu ergötzen. Kaum auszudenken, wenn er von einem Moment des überbordenden Größenwahnsinns geleitet, diese Macht ausspielt und eine Katastrophe von unbeschreiblichem Ausmaß auslöst.
Wenn er an die derzeit geführte Debatte über einen Nationalpark im Spessart nachdachte, wähnte er sich im Spagat zwischen zwei Welten. Auf der einen Seite drohte die Welt auseinander zu fliegen, auf der anderen Seite Klein-Klein über ungelegte Eier um des Streitens willen. Die Argumente der Nationalpark-Gegner schlugen Purzelbäume, obwohl überhaupt noch nichts Konkretes bekannt war. Die Welt war aus den Fugen geraten, und er stand mittendrin. Noch in der vergangenen Woche hatte er sich mit seinem Nachbarn darüber gestritten, etwas mehr Rücksicht auf die Umwelt zu nehmen und den Motor seines Wagens nicht eine viertel Stunde lang laufen zu lassen, um die Scheiben zu enteisen. »Ein bisschen Eiskratzen ist doch nicht zu viel verlangt, und außerdem trägt es zur körperlichen Ertüchtigung bei. Würde Ihnen nichts schaden bei Ihrem Übergewicht«, hatte er ihm entgegen geschleudert. Den Nachbarn hatte er damit auf die Palme gebracht und sich den Titel »Ökoarschloch« zugezogen…

 

Bittere Mirabellen – Bei einer Lesung Appetit gemacht

Das Buchcover zum Regionalkrimi »Bittere Mirabellen«

Der zweite Regionalkrimi nach »Sauere Äpfel« ist kurz vor dem Abschluss. Er hat den Titel »Bittere Mirabellen«. Auf jeden Fall wird er noch in diesem Jahr erscheinen. Bei einer Lesung in der katholischen öffentlichen Bücherei wurden einige Passagen daraus vorgestellt.

Es war eine schöne Veranstaltung, die sehr gut vom Büchereiteam vorbereitet war.

Die Büchereileiterin Rita Schüßler hatte schon sehr frühzeitig den Termin vereinbart, in der Hoffnung, dass das Buch bereits veröffentlicht ist. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Den rund 50 Zuhörern und Zuhörerinnen wurde aber schon Appetit gemacht.

Hier einige Bildimpressionen:

Stadtführung »Unter langen Wimpern« durch Obernburg

Der Stadtführer »Obernburg mit langen Wimpern« hat sich mittlerweile zu einem Longseller entwickelt. Die Urheberrechte wurden vom ehemaligen Herausgeber an die Autorin zurückgegeben, und die Restauflage hat der Verlag Weitz & Weitz aufgekauft. Die Idee von Sabine Farrenkopf, der Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Miltenberg, auf Basis des Büchleins eine Stadtführung zu entwickeln, wurde in der Woche zum internationalen Frauentag im März 2016 umgesetzt, und wurde sogleich ein Erfolg. Dank der Theatergruppe »Granatsplitter«, die zunächst eine Szene nach der Geschichte »Ännchens Angst vor der Inquisition« am Hexenturm gespielt hatte, gestalteten sich die Führungen besonders kurzweilig.

Abschluss am Ebbelwoi-Gässje und Geschenküberreichung: Der Stadtführer »Obernburg mit langen Wimpern« kommt nun nach Fellbach bei Stuttgart.

Die jüngste Führung war bereits mit drei Szenen ausgestattet, neben der Geschichte aus dem Mittelalter, in der Endphase der Hexenverfolgung, mit zwei weiteren Szenen aus der Römerzeit und des frühen 20. Jahrhunderts. Diesmal war ein besonders schöner Grund Anlass für die Führung. Magda Bubeck, geborene Müller, hatte sie zu ihrem 75. Geburtstag von ihrer Familie geschenkt bekommen. Im Alter von 12 Jahren hatte sie Obernburg, wo sie ihre Kindheit verbrachte, verlassen und seitdem nicht wiedergesehen. Sie lebt in Fellbach bei Stuttgart und verbrachte ein Wochenende im März 2017 mit der ganzen Familie in ihrer alten Heimat. Ganz klar, dass sie zum Abschluss »Obernburg mit langen Wimpern« geschenkt bekam. Die Theatergruppe hatte der ehemaligen Obernburgerin und ihrer Familie einen schönen Abschluss mit Schampus am Ebbelwoi-Bub im Ebbelwoi-Gässje bereitet.

Bei der Lesung am 21. März in der Bücherei am Dorfplatz in Mömlingen war das Interesse am kleinen Stadtführer ebenfalls groß, und zum Schluss war keines der mitgebrachten 6 Exemplare mehr übrig. Die Geschichte aus dem Buch, »Lena Zahn will hoch hinaus«, hatte die Zuhörer amüsiert – aber auch die vielen Fotos und Erläuterungen dazu trugen zur Nachfrage bei.

»Obernburg mit langen Wimpern«,
88 Seiten mit zahlreichen Farbfotos

9,90 Euro
gibt es im Buchkabinett in Obernburg, im Hotel-Restaurant Römerhof in Obernburg und in Gabys Geschenkladen in Obb-Eisenbach sowie direkt beim Verlag zu kaufen.

Mordlust: Termine, Termine…

Mörderisches Vergnügen ohne Blutverlust
Mörderisches Vergnügen ohne Blutverlust

Die Termine für die nächsten Lesungen stehen fest, bei denen ich auch schon einige Abschnitte aus meinem neuen Provinzkrimi vorstellen werde. Der Titel steht noch nicht fest, aber ich habe mich schon sehr stark auf »Bittere Mirabellen« eingeschossen. In unmittelbarer Nachbarschaft, auf der Hardt in Eisenbach gibt es einen Mirabellenhain. Aus dem Obst wird unter anderem Mirabellenschnaps hergestellt. Ein Geheimtipp für Freunde von feinen Obstbränden und prima geeignet für eine Mordgeschichte!
Am Donnerstag, 9. März, ab 19 Uhr gibts mörderisches Vergnügen, coole Sprüche und Gereimtes im LoKal (ehemaliger Bahnhof) in Wörth am Main mit Leckereien zum Schnabulieren
Am Samstag, 11. März, ab 19 Uhr lese ich beim Musikcorps Niedernberg im Rahmen des Starkbierfestes im Musicum.
Am Dienstag, 21. März, 19.30 Uhr findet ein musikalisch-literarischer Abend mit hohem Spaßfaktor in der Bücherei am Dorfplatz in Mömlingen statt. Mit dabei ist das Duo Pelen Tan (Annamaria und Katharina Gielen), das die Lesung mit schwungvollen Weisen musikalisch umrahmen wird.
Am Samstag, 6. Mai, ab 19 Uhr werde ich auf Einladung des Kunstraums Churfranken im Gasthaus Zum Goldenen Schwert lesen und freue mich besonders auf die musikalische Umrahmung von Annamaria und Katharina Gielen.