Lesung im Obernburger Wirtshaus in heimeliger Atmosphäre

Kuschelige Atmosphäre im Obernburger Wirtshaus bei meiner Lesung von amüsanten Kurzgeschichten. Foto: Miriam Weitz

Die Lesung am Montag, 27. November im schön dekorierten Wirtshaus in Obernburg war richtig kuschelig. Klein, aber fein. Neben amüsanten Kurzgeschichten aus dem Buch »Glücksmomente in Gelee und Konfitüre« las ich auch noch ein kurzes Kapitel aus »Saure Äpfel«, die Passage, in der beschrieben wird, wie sich der ermittelnde Hauptkommissar im Aschaffenburger »Schlappeseppel« dem Suff hingibt und meine Katzengedichte, z. B. »Ode an meine Katze«.
Es ist klar, dass am Montagnachmittag viele Interessierte noch arbeiten müssen. Diejenigen, die da waren, haben es jedenfalls genossen – und ich auch! Aber Vielleicht bietet sich im neuen Jahr eine Gelegenheit, dies am späteren Nachmittag nachzuholen. In einer Art »After-Work-Lesung«, bei der man ins Gespräch kommt und in einen entspannten Abend gleitet.

Ohne Brille bin ich aufgeschmissen!

Liebe Gäste, die ich zum Teil schon lange nicht mehr gesehen habe, waren gekommen. Hier einige Bildimpressionen von dem schönen Nachmittag im Wirtshaus:

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Die bitteren Mirabellen müssen noch reifen

Das Buchcover zum Regionalkrimi »Bittere Mirabellen«

Leider dauert es noch, bis der zweite Regionalkrimi von mir auf den Buchmarkt geworfen wird. Eigentlich sollte er noch vor Weihnachten erscheinen. Aber das schaffe ich nicht. Zu viele Ereignisse und berufliche Verpflichtungen haben mich blockiert. Aber gerne stelle ich eine kurze Leseprobe zur Verfügung.

Ein ungewöhnlich milder Tag neigte sich dem Ende zu. Es war Anfang April. Die Temperaturanzeige in seinem Wagen hatte zwanzig Grad plus angezeigt, als er ihn an der Spitzkehre geparkt hatte, um auszusteigen und bei einem Spaziergang durch den Mirabellenhain frische Luft zu schnappen. Noch eine Woche zuvor hatte er es nicht gewagt, ohne Handschuhe und ohne Kopfbedeckung das Haus zu verlassen, so kalt war es gewesen. Wochenlang Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt. Ihm kam es so vor, dass im Herbst die Tage wärmer waren als im Hochsommer, der Winter Kapriolen schlug, mal bitterkalt, mal föhnig mild.
Empfand nur er so, oder hatten sich die Jahreszeiten mittlerweile verschoben? Im September und Oktober wochenlang Temperaturen weit über fünfundzwanzig Grad, das war doch nicht normal! Dafür knackige Kälte im Mai und Juni, wo man sich allgemein nach lauen Frühlingslüftchen sehnte. Ostern im Schnee, das hatte es zwar früher schon gegeben, aber seit einigen Jahren war dies zur Regel geworden. Für ihn war klar, dass dies dem Klimawandel geschuldet ist. Ein bitterer Geschmack stieg ihm in die Kehle, als er in diesem Zusammenhang darüber nachdachte, wie sich die Politik in den USA nach Barak Obama entwickelt hatte. Mit einem Federstrich, einem lapidaren Wegwischen, hatte Donald Trump erklärt, dass es keine Klimakatastrophe gibt und alle Maßnahmen gestoppt, die der zunehmenden Erderwärmung entgegenwirken. Schon kurz nach seinem Amtsantritt hatte er angeordnet, zwei umstrittene Pipeline-Projekte weiter zu führen.
Er konnte immer noch nicht verstehen, was die Wähler in den Vereinigten Staaten geritten hatte, diesen total durchgeknallten Deppen zu wählen. Durchgeknallt, dumm und gefährlich! Es war zwar nur ein Gerücht, eigentlich eine Satire, die er gelesen hatte. Aber er konnte sich gut vorstellen, dass Trump in der Nacht mit einem Bademantel überm Seidenpyjama und einem Atom-Köfferchen mit dem Nuklearcode in der Hand durch die Räume des Weißen Hauses tigert, um sich an der Macht über siebentausend Atomsprengköpfe zu ergötzen. Kaum auszudenken, wenn er von einem Moment des überbordenden Größenwahnsinns geleitet, diese Macht ausspielt und eine Katastrophe von unbeschreiblichem Ausmaß auslöst.
Wenn er an die derzeit geführte Debatte über einen Nationalpark im Spessart nachdachte, wähnte er sich im Spagat zwischen zwei Welten. Auf der einen Seite drohte die Welt auseinander zu fliegen, auf der anderen Seite Klein-Klein über ungelegte Eier um des Streitens willen. Die Argumente der Nationalpark-Gegner schlugen Purzelbäume, obwohl überhaupt noch nichts Konkretes bekannt war. Die Welt war aus den Fugen geraten, und er stand mittendrin. Noch in der vergangenen Woche hatte er sich mit seinem Nachbarn darüber gestritten, etwas mehr Rücksicht auf die Umwelt zu nehmen und den Motor seines Wagens nicht eine viertel Stunde lang laufen zu lassen, um die Scheiben zu enteisen. »Ein bisschen Eiskratzen ist doch nicht zu viel verlangt, und außerdem trägt es zur körperlichen Ertüchtigung bei. Würde Ihnen nichts schaden bei Ihrem Übergewicht«, hatte er ihm entgegen geschleudert. Den Nachbarn hatte er damit auf die Palme gebracht und sich den Titel »Ökoarschloch« zugezogen…

 

Bittere Mirabellen – Bei einer Lesung Appetit gemacht

Das Buchcover zum Regionalkrimi »Bittere Mirabellen«

Der zweite Regionalkrimi nach »Sauere Äpfel« ist kurz vor dem Abschluss. Er hat den Titel »Bittere Mirabellen«. Auf jeden Fall wird er noch in diesem Jahr erscheinen. Bei einer Lesung in der katholischen öffentlichen Bücherei wurden einige Passagen daraus vorgestellt.

Es war eine schöne Veranstaltung, die sehr gut vom Büchereiteam vorbereitet war.

Die Büchereileiterin Rita Schüßler hatte schon sehr frühzeitig den Termin vereinbart, in der Hoffnung, dass das Buch bereits veröffentlicht ist. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Den rund 50 Zuhörern und Zuhörerinnen wurde aber schon Appetit gemacht.

Hier einige Bildimpressionen: